Das Grenzüberschreitende Zentrum für Ökologische Bildung in Sarbinowo

Der Landkreis Koszalin ist ein Gebiet mit einem reichen Potenzial an erneuerbaren Energiequellen. Die natürliche Struktur des Geländes, die Lage in der günstigen Windzone, günstige Sonneneinstrahlung und ein großes Areal von Erdböden, auf denen man Plantagen mit energetischen Pflanzen anlegen kann, fördern die Investitionen in die Energieinfrastruktur.

Eine immer populärere Methode der Energiegewinnung wird in den letzten Jahren der Einsatz von Sonnenkollektoren und Wärmepumpen. Vom Jahr zu Jahr steigt die Zahl von den in der Küstenzone errichteten Objekten, die ihre Innenräume mithilfe von Sonnenstrahlung erwärmen. Immer mehr individuelle Investoren nutzen diese Form der Energiegewinnung. Auch die Koszaliner Kreisbehörde investiert in erneuerbare Energiequellen. In den letzten Jahren wurde ein millioneneuroschweres Projekt der Thermomodernisierung in den öffentlichen Gebäuden realisiert. Im Rahmen des Projekts wurden alle Einrichtungen der sozialen Hilfe mit den Wärmepumpen ausgestattet. Das Projekt wird aktuell fortgesetzt, indem die Photovoltaik-Anlagen in den Objekten montiert werden.

Die Koszaliner Kreisverwaltung legt einen großen Wert darauf, dass neue Energieressourcen gesucht und genutzt werden und gibt dafür jedes Jahr große finanzielle Mittel aus. Sie organisiert und unterstützt verschiedene Aktivitäten im Bereich der ökologischen Bildung und veröffentlicht Broschüren über Natur und Umwelt. Sie ist auch ein aktiver Investor und Sponsor von zahlreichen lokalen Trägern, die im Bereich der Ökologie tätig sind. Die Errichtung des Grenzüberschreitenden Zentrums Für Ökologische Bildung in Sarbinowo ist der nächste Schritt in der ökologischen Mission des Landkreises.

Genese

Das Grenzüberschreitende Zentrum für Ökologische Bildung entstand im Rahmen des Projekts: „Grenzüberschreitendes Netzwerk für deutsch-polnische Information, Beratung und Bildung zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Euroregion Pomerania”. Der Partner des Landkreises Koszalin ist in diesem Projekt der deutsche Verein E.I.C.H.E. e.V., der in Eberswalde bereits das Zentrum für Erneuerbare Energien Hermann Scheer errichtete. Beide Zentren in Sarbinowo und Eberswalde bilden zusammen das Grenzüberschreitende Informations- und Beratungszentrum in der Euroregion Pomerania.

Die polnisch – deutsche Zusammenarbeit im Bereich der Verbreitung erneuerbarer Energiequellen entsprang der gemeinsamen Sorge um Klima und Umwelt in der Euroregion. Sowohl für das Klima, als auch für die Umwelt existieren keine territorialen oder politischen Grenzen. Um das Klima zu schützen müssen wir gemeinsam Anstrengungen unternehmen, die die Begrenzung der negativen Folgen der zivilisatorischen Entwicklung bezwecken. Ein Bereich einer solchen Zusammenarbeit ist die Energetik, genauer gesagt, die Arten der Energiegewinnung. Es reicht nicht mehr aus festzustellen, dass traditionelle Methoden, basierend auf fossilen Brennstoffen, aufgrund der großen Menge an Gasen und Abgasen, die in die Atmosphäre abgegeben werden, einen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Es reicht nicht mehr aus überzeugt zu sein, dass es notwendig ist, unaufhörlich nach neuen proökologischen Energiequellen zu suchen und gleichzeitig in einem weiteren Spektrum als bisher die durch die Natur angebotenen Möglichkeiten zu nutzen, die im energetischen Potential der Sonne, des Windes, des Wassers und verschiedenartiger Kulturen, sowie der Biomasse liegen. Notwendig sind vor allem Bestimmtheit und konkrete Unternehmungen, um wirksam und systematisch die in die Atmosphäre abgegeben Menge an Gasen und Abgasen zu reduzieren. Ein wichtiges Subjekt in dem Prozess ist das Grenzüberschreitende Informations- und Beratungszentrum in der Euroregion Pomerania mit Vertretungen in Eberswalde und Sarbinowo.

Ziele und Aufgaben

Das Grenzüberschreitende Informationszentrum in Eberswalde und Sarbinowo setzt es sich zum Ziel Wissen betreffend erneuerbarer Energie weiterzugeben sowie die Suche nach neuen Lösungen im Bereich der Energieversorgung zu fördern. Jede der Einrichtungen besitzt ihre Besonderheit resultierend aus u.a. den lokalen Bedingungen. Die Einrichtung in Eberswalde spezialisiert sich auf Fragen der Nutzung von Holz für energetische Ziele, das Zentrum in Sarbinowo legt besonderes Augenmerk auf die mit Photovoltaik und Sonnenenergie verbundene Problematik. Beide Zentren haben ein breites Lehr- und Bildungsangebot und sind gleichzeitig in ihrer Region Anlaufstellen für Kontakt und Information, die interessierten Einwohnern und Subjekten in der Euroregion Pomerania das nötige Wissen bezüglich aller Aspekte der erneuerbaren Energie vermitteln.

Eins der grundliegenden Ziele dieser Tätigkeit ist es, die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten der Nutzung lokaler Ressourcen erneuerbarer Energie zu lenken. Neben dem Nutzen, der aus der Begrenzung der Verarbeitung fossiler Brennstoffe und ihres negativen Einflusses auf die Umwelt resultiert, ist ein wichtiges Ziel die Förderung des Unternehmertums lokaler Gemeinschaften und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, insbesondere in von Arbeitslosigkeit bedrohten Regionen.

Bildungs- und Schulungsangebot

Das Grenzüberschreitende Zentrum für Ökologische Bildung in Sarbinowo bietet Beratungs- und Schulungsleistungen im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energiequellen an, darunter technische und ökonomische Beratung sowie die Begutachtung von Rechtsakten, die den Umweltschutz betreffen.
Der sachliche Umfang umfasst die Präsentation verfügbarer Technologie, der Lieferanten von Anlagen, der Installationsfirmen, Informationen betreffend die Versorgung mit energetischen Rohstoffen, Möglichkeiten der Finanzierung der Investition.
Die Beratung und detaillierten Informationen über die ausgestellten Anlagen in Eberswalde und Sarbinowo umfassen u.a.:
• Präsentation verschiedenartiger Installationen sowie Formen der Nutzung von Erneuerbaren Energiequellen,
• Möglichkeiten der Installation und Nutzung verschiedener Arten erneuerbarer Energiequellen in privaten, kommunalen und öffentlichen Gebäuden;
• energiesparende Systeme, die heizen und elektrische Energie produzieren;
• thermische Isolation entsprechend der neuesten Standards sowie den Bau moderner niedrigenergetischer und passiver Gebäude;

Das Zentrum in Sarbinowo erteilt Ratschläge im Bereich:
• der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, der energetischen Effektivität (technische und ökonomische Beratung),
• der Begutachtung von Rechtsakten betreffend die Problematik des Umweltschutzes, der erneuerbaren Energiequellen, des Energierechts, der Raumordnung und anderer.

Die Beratung umfasst in jedem Fall die Präsentation verfügbarer Technologien, von Anlagenlieferanten, von Installationsfirmen, die ihren Sitz in der Euroregion Pomerania, sowie Informationen betreffend die Versorgung mit energetischen Rohstoffen und die Möglichkeiten der Finanzierung und der Subventionierung der Investition.

Das Grenzüberschreitende Zentrum für Ökologische Bildung in Sarbinowo

Das Objekt entstand im Jahr 2014, dank der Bemühungen des Landkreises Koszalin, sowie mit finanzieller Unterstützung des Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Szczecin, des Nationalen Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Warszawa und der Europäischen Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programms INTERREG IV A. Das Zentrum wurde in Sarbinowo errichtet. Der Urlaubsort befindet sich im

Nord-westen Polens, in der Woiwodschaft Westpommern, Landkreis Koszalin, Gemeinde Mielno. Sarbinowo liegt 7 km südlich von Mielno, direkt an der Ostsee, an der Slovinzischen Küste.

Das Zentrum Für Ökologischer Bildung liegt innerhalb der malerischen Szenerie der meeresnahen Natur in einer Entfernung von ca. 200 m vom Rand des baltischen Meeres. Es verfügt über eine interessante historische Architektur. Das Schulungsobjekt besteht aus zwei freistehenden Gebäuden, die über ein Glasdach verbunden sind unter dem sich die Ausstellungsfläche befindet. Die Innenräume wurden so konzipiert, dass sie sowohl Schulungs- als auch Ausstellungsaktivität ermöglichen, wobei die Verkehrsanforderungen der Besucher, darunter auch der behinderten Personen, berücksichtigt wurden.